Server-Mainboards

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Was zeichnet ein Server-Mainboard aus ?

Bereits bei der Planung des Layouts und der Produktion eines Server-Mainboards gelten höchste Qualitäts-Standards. Viele Schlüssel-Komponenten wie zum Beispiel die Anschlüsse für die Lüfter oder aber der Arbeitsspeicher lassen sich redundant konfigurieren. Eines der wesentlichen Merkmale von Server-Mainboards ist somit die Zuverlässigkeit. Darüber hinaus verfügen Server-Mainboards über sehr umfangreiche Möglichkeiten zur Überwachung der einzelnen Komponenten und Funktionen auch von der Ferne aus – sogar im ausgeschalteten Zustand.

 

Der Baseboard Management Controller (BMC)

Möglich werden diese Funktionen durch das „Intelligent Plattform Management Interface“ (IPMI), das von Intel, Hewlett-Packard, NEC und Dell gemeinsam weiterentwickelt wird.  Hier sehen Sie eine kurze Animation von Intel.

Jedes Serverboard verfügt dazu zumindest über einen Baseboard Management Controller (BMC). Diesen kann man als kleinen Mini-PC verstehen, der über dedizierte Datenleitungen zu den wichtigsten Komponenten verfügt (CPU, Speicher, etc.) – beispielsweise verwendet Intel den Pilot3 von EMULEX.

Quelle: http://www.intel.com/content/www/us/en/servers/ipmi/new-ipmi-specifications.html

 

Die IPMI Architektur erlaubt es auch die Signale der Tastatur, des Monitors und der Maus über eine optionale LAN Schnittstelle (RMM4-Modul) zu übertragen. Es ist also möglich den Server inklusive BIOS komplett aus der Ferne zu verwalten.

 

Formfaktoren

Die gängigsten Intel Server-Mainboards werden in zwei verschiedenen Form-Faktoren gefertigt: SSI EEB 12″ x 13″ und dem Intel Spezial-Format Custom 16.7″ x 17″ . Darüber hinaus gibt es jedoch auch Spezial-Systeme wie SOC, die wesentlich kleiner sind.

 

SSI EEB 12″ x 13″

Dieser Formfaktor richtet sich nach dem SSI EEB Standard, der durch das Server System Infrastructure (SSI) Forum definiert wird. Die  SSI EEB Standards spezifizieren nicht immer nur die äußeren Abmessungen sondern in einigen Fällen auch beispielsweise auch die Positionen der CPU-Fassungen. Auch wenn dieser Formfaktor dem E-ATX stark ähnelt sollte man beim Kauf stets darauf achten, dass es sich um ein hochwertiges Server-Gehäuse handelt.

Quelle: www.intelserveredge.com/

 

 

Intel Custom 16.7″ x 17″

Dieses Format ist meist bei Intel-Serversystemen anzutreffen und erlaubt den direkten Anschluss von 2 Intel Server-Netzteilen. PCIe Erweiterungs-Karten werden bei diesem Formfaktor über bis zu drei RISER-Karten* angeschlossen.

Quelle: www.intelserveredge.com/

 

Erweiterbarkeit

Server-Mainboards zeichnen sich durch ihre umfangreichen Erweiterungs-Möglichkeiten aus. Gängige Intel Server-Systeme verfügen über 2 Server-Prozessor Sockel und bis zu 24 DIMM Steckplätze für Server-Arbeitsspeicher. Theoretisch ließe sich mit der aktuellen (2015) Grantley-Plattform ein Intel-Server System konfigurieren, dass über 72 CPU-Cores und 3TB DDR4 Arbeitsspeicher verfügt.

 

Schnittstellen

Ein Server-Mainboard verfügt oft über mehrere Spezial-Schnittstellen. Ein Beispiel dafür sind die NIOM (Network Input/Output Modul) und SIOM (Storage Input/Output Module) Steckplätze, die zu speziellen Intel Netzwerkkarten (NIOM) und RAID-Controllern (SIOM) kompatibel sind.

 

*RISER-Karten

Eine RISER-Card passt nur auf einen speziellen RISER-Slot und leitet die darüber zur Verfügung gestellten PCIe-Lanes an seitlich angebrachte reguläre PCIe-Schnittstellen weiter. Eine RISER-Cards gibt es in verschiedenen Varianten für 1 bis 3 PCIe-Schnittstellen wobei Server-Gehäuse in 1HE aufgrund der geringen Bauhöhe nur die Variante mit einer PCIe Schnittstelle unterstützen.

 

Quelle: http://download.intel.com/support/motherboards/server/sb/intel_server_board_s2600wt_tps_r1_01.pdf

 

 

Weitere Informationen / Quellen

Server System Infrastructure (SSI) Forum

Intel Server Edge

 

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