Intel Server Firmware Update

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Wann ist ein Firmware Update sinnvoll ?

 

Das bekannte Sprichwort „never change a running System“ hat durchaus seine Berechtigung – dennoch empfehlen wir nur in Außnahmefällen ein Firmware-Upgrade auszulassen. Eine aktuelle Firmware aktualisiert nicht nur Leistungs-Profile oder stellt die Kompatibilität mit einer neuen Serie von bestimmten Server-Komponenten her. Es werden auch Fehler behoben, die die Leistung Ihres Servers mitunter deutlich beeinträchtigen können.

Prüfen Sie vor jedem Firmware-Update anhand der Release Notes, welche Änderungen die neue Firmware mit sich bringt. Ferner sollten Sie vor dem Update prüfen, ob eventuell genutzte Zusatzkarten beispielsweise durch eine Adressreservierung beeinflusst werden. So liest man beispielsweise in den Release Notes für das S1200BTL, dass mit der Revision des 1.17 BMC u.A. folgender Fehler behoben wurde:  „- Fixed: HDD R/W performance drop from 84MB/s to 24MB/s when the DIMM temperature is near to 40 degrees.“  Hier lohnt sich also das Update.

 

Unser Erfahrung nach ist ein Firmware Update immer sinnvoll bzw. erforderlich, wenn dadurch:

– kritische Sicherheitslücken behoben werden

– Fehler korrigiert werden, die die Performance wesentlich beeinträchtigen

– die Kompatibilität mit einer Server-Lösung hergestellt werden muss

 

Wie kann ich prüfen, ob eine neue Firmware verfügbar ist ?

 

Die Servermeile Server basieren (abgesehen von einigen Spezial-Aufträgen) komplett auf Intel Hardware. Ob eine neue Firmware verfügbar ist, prüfen Sie daher einfach auf Intel ARK. Wenn Sie einen oder mehrere Servermeile Server nutzen, sich aber bezüglich der Komponenten nicht sicher sind, können Sie uns auch gerne unter 030 2000 50 500 anrufen. Die folgenden Tabelle verlinkt die am häufisgten von uns eingesetzten Server-Mainboards:

Server Board Produkt Übersicht Bios, Treiber und Downloads
Intel® Server Board S1200KP, S1200KPR Intel® Server Board S1200KP Bios, Treiber und Downloads
Intel® Server Board S1200BT, S1200BTS, S1200BTL, S1200BTLR, S1200BTSR Intel® Server Board S1200BT Family Bios, Treiber und Downloads
Intel® Server Board S1200V3RPS, S1200V3RPO, S1200V3RPM, S1200V3RPL Intel® Server Board S1200V3RP Family Bios, Treiber und Downloads
Intel® Server Board S2400EP2, S2400EP4 Intel® Server Board S2400EP Family Bios, Treiber und Downloads
Intel® Server Board S2400GP2, S2400GP4 Intel® Server Board S2400GP Family Bios, Treiber und Downloads
Intel® Server Board S2400SC2 Intel® Server Board S2400SC Family Bios, Treiber und Downloads
Intel® Server Board S2600CWT, S2600CWS, S2600CW2, S2600CW2S Intel® Server Board S2600CW Family Bios, Treiber und Downloads
Intel® Server Board S2600WT2, S2600WTT Intel® Server Board S2600WT Family Bios, Treiber und Downloads

 

Vorbereitung des Updates

 

1. verwenden Sie einen geprüften und in FAT16 oder FAT32 formatierten USB 2.0 Stick

2. entpacken Sie das Update in das Rootverzeichnis des Sticks, sollte es einen Ordner Namens <EFIScripts> geben, so entpacken Sie auch diesen in das Rootverzeichnis

3. stecken sie den Stick an einen rückseitigen oder internen USB-Port

4. starten Sie Ihren Server neu – nun sollte Ihr Server automatisch vom Stick booten bzw. das Firmware-Update starten

 

5. sollte Ihr Server nach dem neustart nicht automatisch vom Stick starten:

 

a) öffnen Sie rechtzeitig während des Bootvorgangs ihr Bootmenü

b) wählen sie die <EFI SHELL> als Boot-Option

c) war Ihr Stick beim booten bereits eingesteckt, so wird dieser automatisch gemounted.

Sollten Sie den Stick erst jetzt einstecken, ist es erforderlich diesen erst mit dem Befehl <map -r> zu mounten. Danach wird der Stick unter dem Namen fs0: oder größer (fs1:, fs2: …) eingebunden.

d) geben Sie einfach den „mount-namen“ ein, um auf den Stick zuzugreifen – also Beispielsweise <fs1:>, wenn der Stick unter fs1 gemountet wurde.

e) starten Sie nun das Firmware-Update mit dem Befehl <Startup.nsh>

 

Vorwort zum Update

 

Vom Firmware-Udate sind typischerweise mehrere Komponenten betroffen, für die jeweils eine eigene Firmware erforderlich ist und gepflegt wird. Durch den Befehl <Startup.nsh> wird ein Script gestartet, der nach und nach Jede Komponente aktualisiert. Durch das Ausführen der jeweiligen *.nsh Datei haben Sie auch die Möglichkeit nur bestimmte Komponenten gezielt zu Aktualisieren. Zu den gesondert aktualisierbaren Komponenten zählen: BIOS, BMC, ME sowie  FRU & SDR. Prüfen Sie vor dem Update noch einmal gründlich, ob Sie auch die korrekte Firmware vorbereitet haben – die Bezeichnung mancher Server Mainboards unterscheidet sich nur um eine Ziffer. Die Servermeile GmbH übernimmt keinerlei Haftung für verlinkte Inhalte oder wenn Ihnen beim Update ein Fehler unterläuft.

 

Durchführung des Updates für original Intel Server & Servermeile Server auf Intel-Basis

 

Handelt es sich um einen original Intel Server, werden Gehäuse wie auch Backplane automatisch erkannt. Auch die Anzahl der Lüfter kann anhand der Sensor-Werte automatisch ermittelt werden.  Bei einem Servermeile Server stellt das Intel Update fest, dass es sich korrekterweise um kein Intel Gehäuse handelt – die Einstellung  <other Chassis> wird i.d.R. automatisch gewählt. Je nach Server-Typ werden Sie darum gebeten während des Updates eine Reihe von Angaben zu machen, bitte halten Sie sich dabei an folgende Einstellungen:

Ramp – (Slow Ramp, Medium Ramp, Fast Ramp, Full Speed)  :    Bestimmt die Geschwindingkeit der Lüfter bzw, wie schnell diese auf Temperaturänderungen reagieren, unsere Empfehlung: Fast Ramp

FRU/ SDR:      Führen Sie stets ein Update von FRU und SDR durch. Wir empfehlen jedoch, die von uns gemachten Angaben wie Asset ID, Product Serial Number usw. nicht zu überschreiben.

NMI-Support:        Beschreibt, ob das Gehäuse über einen Schalter verfügt, der einen nicht maskierbaren Interrupt auslöst (hierdurch stopt die Server CPU alle Aufgaben, das Fortsetzten ist nur durch einen Neustart möglich). Da unsere Server individuell auf Kundenwunsch gefertigt werden, können wir keine für alle Server zutreffende Angabe machen. Sind Sie sich an dieser Stelle nicht sicher, rufen Sie uns an.

Chassis-Intrusion:       Gibt an, ob ein Sensor angeschlossen ist, der das öffnen des Gehäuses signalisiert. Auch für diese Angabe können wir aufgrund der individuellen Fertigung keine allgemeingültige Lösung anbieten. Sollten Sie sich nicht sicher sein, rufen Sie uns besser an und fragen nach.

Chassis-Lüfter:           Zur steuerung der Lüfter-Überwachung werden Sie gefragt, an welchen Anschlüssen jeweils ein Lüfter angeschlossen ist. Geben Sie für jeden Prozessor-Lüfter Ja an. Da wir die Gehäuse-Lüfter individuell konfigurieren (im besonderen bei Silent-Servern), kann auch hier keine einheitliche Lösung für alle von uns gefertigten Serversysteme angeboten werden.

 

Abschluss des Firmware-Updates

Am Ende des Firmware-Updates werden ein paar Hinweise angezeigt, die Sie aufmerksam lesen und gewissenhaft befolgen sollten. Obwohl die aktualisierten Firmware-Dateien bereits in einen geschützten Speicherbereich geschrieben wurden, sind noch ein paar wenige abschließende Schritte erforderlich um das Firmware-Update endgültig abzuschließen.

1. Server mittels „Affengriff“ (Strg, ALT und Entf) neu starten

2. laden Sie im BIOS des Server-Mainboards die Default – Einstellungen – der Server wird jetzt erneut neu gestartet

3. wir empfehlen an dieser Stelle das abgleichen der Firmware-Revisionsangaben im Bios und einen Systemtest

4. Fertig – Sie können nun das aktualisierte BIOS Ihres Servers nach Ihren Wünschen konfigurieren

 

Fragen ?

 

Sind noch Fragen offen, bieten wir Ihnen an dieser Stelle auch professionelle Systemhaus-Beratung.