VMware ESXi – USB-Stick als Installationsmedium

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Für die Installation von VMware ESXi kann man alternativ zur CD / DVD auch einen USB-Stick als Installationsmedium verwenden. Die Installationsmethode vom USB-Stick aus ist nicht nur schneller, sondern bei Servern ohne CD/DVD – Laufwerk auch erforderlich. Ganz nebenbei lässt sich so gleich ein ein individualisiertes Installations-Image anfertigen, welches sich immer wieder „upgraden“ lässt.

 

Vorbereitung

Um manuell einen ESXi USB-Stick zu erstellen, wird neben dem gewünschten VMware ESXi Image und syslinux zum booten lediglich ein getesteter und in fat32 formatierter USB 2.0 Stick benötigt. Hinweis: Der USB-Stick sollte mindestens 1GB und aufgrund der FAT32 Beschränkungen maximal 32GB gross sein. Wer sich alternativ zur händischen Methode lieber auf ein Tool verlassen möchte, dem empfehlen wir wahlweise eines der folgenden, unter GPL stehenden Tools (stand 05 /2015 ):  UNetbootin (Windows, Linux und Mac), Rufus (Windows) oder der Universal USB Installer (Windows). Im folgenden geben wir Ihnen jeweils eine Anleitung für Linux und Windows.

 

 

Linux:

Hinweis: Wem die manuelle Installation des Bootloaders und des MBR unter Linux zu aufwendig ist, kann dafür auch das kostenlose Tool UNetboot bemühen. Nach der Installation über einen Paketmanager Ihrer Wahl lässt sich das Tool über die integrierte GUI oder aber die Kommandozeile steuern. Folgender Befehl führt die in der Anleitung einzeln aufgelisteten Schritte 4. – 8. automatisch durch:

sudo unetbootin method=diskimage isofile=“Verzeichnis/ESXi-5.x.x-xxxxxx-x86-64.iso“  installtype=USB targetdrive=/dev/sdb1

 

1. USB Stick identifizieren und einbinden

tail -f /var/log/messages

Gerade bei vielen Laufwerken ist es nicht immer leicht, das korrekte Device zu ermitteln. Um ganz sicher zu gehen, führen Sie daher oben stehenden Befehl aus, bevor Sie Ihren USB-Stick anschließen. Kurz nach dem anschließen des USB-Sticks werden sie mit einer diesem Beispiel ähnelden Nachricht über das neue Gerät informiert (in diesem Fall wurde der Stick als sdb eingebunden:         Apr 04 12:14:54 ubuntu kernel: [  712.447080] sd 3:0:0:0: [sdb] Attached SCSI removable disk

 

 

2. neue Partitionstabelle erstellen

/sbin/fdisk /dev/sdb

Löschen Sie im ersten Schritt mit d erst alle bestehenden Partitionen, um danach mit n eine neue primäre Partition anzulegen. Sofern der USB-Stick nicht größer als 32Gb ist, sollte diese den gesamten verfügbaren Speicherplatz einnehmen. Anschließend setzen Sie mit t das Dateisystem auf FAT32 und markieren die Partition mit a als bootfähig. Lassen Sie sich die neu zu erstellende Bootpartition nochmal mit p anzeigen, bevor Sie sie mit w auf den Stick schreiben.

 

3. Partition formatieren

/sbin/mkfs.vfat -F 32 -n USB /dev/sdb1

 

4. Bootloader installieren & MBR schreiben (anhand von syslinux 3.86)

/syslinux-3.86/linux/syslinux /dev/sdb1
cat /syslinux-3.86/mbr/mbr.bin > /dev/sdb

 

5. neues USB-Laufwerk und ESXi-Image mounten

mkdir /mnt/usbdisk
mount /dev/sdb1 /mnt/usbdisk

mkdir /mnt/esxi-cdrom
mount -o loop /pfad/VMware-VMvisor-Installer-5.x.x-XXXXXX.x86_64.iso /mnt/esxi-cdrom

 

6.  Kopieren des ESXi Images auf den USB-Stick

cp -r /mnt/esxi-cdrom/* /mnt/usbdisk/

 

7. Kopieren der Datei isolinux.cfg nach syslinux.cfg

mv /mnt/usbdisk/isolinux.cfg /mnt/usbdisk/syslinux.cfg

 

8. Ändern der Datei syslinux.cfg:

Ändern Sie die Zeile APPEND -c boot.cfg auf APPEND -c boot.cfg -p 1

 

7. unmount von ESXi USB-Stick und ESXi-Image

umount /mnt/usbdisk

umount /mnt/esxi-cdrom

Windows:

 

Wer unter Windows einen bootbaren ESXI-USB-Stick erstellen möchte, kann sich dabei wahlweise auf die Tools UNetbootin oder Rufus verlassen. Beide nutzen syslinux als Bootloader,  stehen unter GPL und benötigen keine Installation (Stand 05 /2015).

 

 

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UNetbootin

Bei der Nutzung von UNetbootin sind lediglich 2 selbsterklärende Schritte erforderlich: die Auswahl, des ESXI ISO Images und des USB-Sticks. Da UNetbootin lediglich den Inhalt des ISO-Images auf den USB-Stick entpackt, sollte Sie diesen selbst vorher auf Fehler überprüfen und eventuell auch neu formatieren. Ist das erledigt, dauert die Erstellung des Boot-Sticks nur wenige Augenblicke. Mit UNetbootin lassen sich nicht nur belibiege Linux-Images auf einen USB-Stick schreiben und bootbar machen – es lädt die passenden Images auf Wunsch auch vorher aus dem Netz.

 

 

 

 

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Rufus

Rufus wirkt zwar etwas komplexer, lässt dem Anweder dafür aber auch mehr Möglichkeiten und integriert auf Wunsch zudem die Überprüfung und Formatierung des USB-Sticks. Genauso wie bei UNetbootin dauert der Vorgange nur wenige Augenblicke – lediglich die optionale Überprüfung des Sticks kann ein paar Minuten dauern. Auch mit Rufus lässt sich grundsätzlich jedes belibiege Linux-Image bootbar auf einen USB-Stick schreiben.

Besonders gut hat uns gefallen, dass Rufus selbstständig auf die „veraltete“ menu.c32 Datei hinweist und auf Wunsch eine aktuelle Version der Datei integriert. Auch vor der Formatierung wird der Nutzer nochmal gewarnt.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Weitere Informationen / Quellen